Berge

Alogorithmen können malen. Möchten Sie die «Mona Lisa», eines der bekanntesten und berühmtesten gemalten Tafelbilder der abendländischen Kultur, zu Hause hängen haben? Das geht!

Algorithmen können das exakte Abbild des Originals von Leonardo Da Vinci herstellen. Nicht nur die genaue Farbgebung, nein, jeder noch so kleinste Riss im Farbauftrag des jetzigen Zustandes des Bildes, lässt sich so kopieren.

Nun haben Sie das Bild, welches sich vom Ausdruck des Originals optisch nicht im Geringsten mehr unterscheidet! Prima! «Mona Lisa» for all!

Da fehlt etwas…

Der Maler, Leonardo war ein Mensch.
Weshalb, wann, wie wurde das Bild gemalt, wie war der Zustand des Malers, als er es begonnen und danach korrigiert hatte, war er am Abend zuvor betrunken, war er sexuell fröhlich oder frustriert, hatte er Existenzsorgen, Magenprobleme, war er selber zufrieden mit dem Ergebnis? Wenn ja, warum und inwiefern war er das oder fand er selber das Ergebnis mittelmässig, war aber froh, dass es zu einem Ende kam und er dafür bezahlt wurde?

Kein Mensch weiss das, ein Algorithmus schon gar nicht...

Algorithmen sind menschengemacht, sie können enorm viel, sogar zu viel, was kein Mensch mehr verstehen kann.

Algorithmen ahmen nach, bis ins Kleinste exakt.  Algorithmen können neue Picassos malen, neu Bach komponieren, neue Shakespeare Sonetten «herstellen», weil sie das Schema erkennen. Das Schema von wem?

Algorithmen können sich nicht freuen, nicht lieben, sie essen und trinken nicht, kennen keine Trauer, kein Glück, sie nehmen keine Drogen, sie haben keinen Hund, und selbst wenn Algorithmen furzen könnten, sie ahmen mathematisch nach, was der Ursprung Mensch hergibt, mit dem Chaos und der Vielfalt der Gefühle und Eindrücke, dem Schutz davor,
um zu leben!

Nein! Algorithmen können nicht malen! Keine Kunst.

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